Gesundheit

Die Fachgruppe Soziologen im Gesundheitswesen hatte sich im Herbst 2002 bei der wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie und der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention mit dem workshop „Salutogenese im Blickwinkel angewandter Medizinsoziologie: Problemlagen, Konzeptionen und Evaluationen“ beteiligt. Das Thema der Tagung lautete „Risiken und Ressourcen für Gesundheit“. Die Tagung fand statt in den Räumlichkeiten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Frage, welchen Beitrag die anwendungsorientierte Soziologie zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens im allgemeinen und zur Weiterentwicklung der Salutogenese im Besonderen leisten kann, ist auf erfreuliches Interesse bei den Kongressteilnehmern gestoßen. Als ein wichtiger Focus für die anwendungsorientierte Soziologie haben sich die WHO-Gesundheitsziele erwiesen. Mit dem workshop in Halle hat die BDS-Fachgruppe Gesundheit einen wichtigen Grundstein für ihre Arbeit gelegt.

Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind sehr groß, ob auf Mikro-, Meso- oder Makroebene. Wer hätte gedacht, dass wir uns sogar einer gefährlichen Epidemie stellen müssen, mit gewaltigen medizinischen, volkswirtschaftlichen, soziologischen, psychologischen und sozialpolitischen Herausforderungen. Welche Lösungsansätze werden aktuell in den Gesundheitswissenschaften, Gesundheits- und Medizinsoziologie erörtert?

Auf der gesundheitssoziologischen Agenda stehen spannende Themen wie
• Betriebliches Gesundheitsmanagement, Digitale Transformation, Palliativmedizin
• Ethik im Gesundheitswesen, Fragen der Resilienz, Konfliktmanagement
• Organisationsentwicklung, Soziologie der Salutogenese, Therapiewissenschaften,
• Versorgungsforschung

Wer sich einbringen möchte mit Ideen zur Belebung unseres Arbeitskreises, möge sich an den Sprecher wenden. Die neuen Medien sind eine Chance ohne hohe Kosten den soziologischen Diskurs voranzubringen:

Sprecher:

Prof. i.R. Dr. rer. pol. Dipl.-Sozialwirt Bernhard Mann, MPH Professor für Gesundheits- und Sozialmanagement Institut für Soziologie, Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz (assoziiert) Sozialmedizin, hsg – Hochschule für Gesundheit Bochum – University of Applied Science mail: mann@uni-bremen.de, Tel.: 0175/4469319

Aktive Mitglieder der Fachgruppe

Dipl.-Soz. Rosemarie Bork

Senat BDS

E-Mail: rosemarie-bork@t-online.de

Telefon: 02 752 – 50 65 574

Mobil: 01 75 – 21 69 152

Schwerpunkte:  Gesundheitsförderung, Prävention

Kurzvita:

10.2016 Rentnerin / Freiberuflerin

2008 – 2016 Leiterin einer Erwerbslosenberatungsstelle mit Arbeitslosenzentrum, Beratungen und psycho-soziale Betreuung.

1999 -2002 Existenzgründerinnen-Projekte, selbständige Handelsvertreterin

1994 – 1999 Studium der Soziologie in Bielefeld mit Schwerpunkt: soziale Probleme und Problemintervention

1965-1996 Apothekenhelferin, Mitarbeiterin einer Krankenkasse, Familienfrau (3 Kinder), Sekretärin bei einem Tierarzt.

Farina Bünning, M.A.

Charité – Universitätsmedizin Berlin

Campus Charité Mitte (CCM)

Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft

Charitéplatz 1

10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 450 529 127

E-Mail: farina.buenning@charite.de

https://medizinsoziologie-reha-wissenschaft.charite.de/

Doktorandin am Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité Universitätsmedizin Berlin

Senatsmitglied im Berufsverband deutscher Soziologinnen und Soziologen e.V.
Kontakt: farina.buenning@charite.de

Schwerpunkte: Stigmatisierung aufgrund psychischer Erkrankung, Pflegeforschung

Aktuelle u. ausgewählte Publikationen:

Kurzvita:

seit 2021         Wissenschaftliche Mitarbeiterin im ROAD-Projekt im Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité Universitätsmedizin Berlin

2021                Koordinatorin in der wissenschaftlichen Begleitung kultureller und bildungsbezogener Modellprojekte in Schleswig-Holstein des Lehrstuhls für Soziologie und empirische Sozialforschung der Universität Kiel

2020-2021      Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialwissenschaften – Bereich Soziologie – an der Universität Kiel

2020-2021      Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Eine Partei im Wachstum“ (Kooperationsprojekt des Instituts für Sozialwissenschaften – Bereich Politikwissenschaft – an der Universität Kiel und der Heinrich Böll Stiftung)

2018-2020      Masterstudium der International vergleichenden Soziologie und der Politikwissenschaft an der Universität Kiel

2016-2020      Tutorin für „Wissenschaftliches Arbeiten“ sowie „Quantitative und qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung“ am Institut für Sozialwissenschaften – Bereich Soziologie – an der Universität Kiel

2014-2018      Bachelorstudium der Europäischen Ethnologie und der Soziologie an der Universität Kiel

Prof. Dr. Swantje Goebel

Schwerpunkte: Hospizarbeit undPalliative Care/Betreuungsqualität am Lebensende, Soziologie des Alterns, Ethik im Gesundheitswesen, Ehrenamt, qualitatives Forschungsparadigma/Biografieforschung

Aktuelle u. ausgewählte Publikationen

2018:              Mai SS, Goebel S, Jentschke E, van Oorschot B, Renner KH, Weber M: Feasibility, acceptability and adaption of dignity therapy: a mixed methods study achieving 360° feedback. BMC Palliat Care. 2018 May 10;17(1):73.

2012:              Die eigene Sterblichkeit im Blick. Eine biographieanalytische Studie mit Hospizhelferinnen und Hospizhelfern, Wilhelm Fink.

2002:               Gesellschaft braucht Behinderung. Der behinderte menschliche Körper in Prozessen der sozialen Positionierung, C. Winter.

Kurzvita:

Seit November 2021 Professur an der IB Hochschule für Gesundheit und Soziales, Studiengang Gesundheitspädagogik

Seit 2017 Leitung Hospiz-Akademie im Hospiz-Verein Bergstraße e.V.

Seit 2016 im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Patientenwürde e.V.

Seit 15 Jahren forschend, referierend und unterrichtend aktiv zu gesundheitsbezogenen Themen, insbesondere zu Hospizarbeit und Palliative Care. Akademische Arbeitsstationen waren das soziologische Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie die Palliativmedizin der Universitätskliniken Freiburg und Mainz.

2010 Promotion in Kulturwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin

2001 Diplom in Soziologie, Philipps-Universität Marburg

Kontakt: swantje.goebel@ib-hochschule.de

Mobil: 0151-62 88 88 80

Dr. Ingo Klingenberg

Schwerpunkte: Arbeit und Gesundheit, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Stress und Stressprävention, Digitalisierung und Gesundheit

  • Aktuelle u. ausgewählte Publikationen
  • Klingenberg, Ingo (erscheint 2022): Stressbewältigung von Pflegekräften (Dissertation)
  • Süß, Stefan/Dragano, Nico/Klingenberg, Ingo (erscheint 2022): Belastungen durch die digitale Arbeit, erscheint in: Corsten, Hans/Roth, Stefan (Hrsg.): Handbuch Digitalisierung
  • Klingenberg, Ingo/Ruhle, Sascha/Schmoll, Rene/Süß, Stefan; Bewirkt (2021): Covid-19 eine nachhaltige Transformation der Arbeitswelt?, in: Schwuchow, Karlheinz/Gutmann, Joachim (Hrsg.): HR-Trends 2022: Covid-19, Smart Work, Purpose, Digitalisierung, Freiburg 2021, S. 23-34
  • Süß, Stefan/Klingenberg, Ingo (2021): Arbeit und Gesundheit, in: Gröbel, Rainer/Dransfeld-Haase, Inga (Hrsg.): Strategische Personalarbeit in der Transformation. Partizipation und Mitbestimmung für ein erfolgreiches HRM, Frankfurt am Main 2021, S. 668-686
  • Klingenberg, Ingo/Süß, Stefan (2020): Coping und Resilienz – Individuelle Handlungen und persönliche Eigenschaften zur Stressbewältigung, in: Wirtschaftswissenschaftliches Studium 49 (4/2020), S. 18-22  
  • Klingenberg, Ingo/Süß, Stefan (2020): Organisationales Commitment von Pflegenden fördern: Strategien und Maßnahmen zu Erhöhung der Bindung an eine Organisation, in: Die Schwester Der Pfleger (DBfK Aktuell) 15 (4/2020), S. 86-88
  • Klingenberg, Ingo/Süß, Stefan (2019): Stressbewältigung in pflegenden Berufen: Eine empirisch basierte Typologie, in: PERSONALquarterly 70 (4/2019), S. 40-47
  • Klingenberg, Ingo (2018): Rezension zu: Dewe, Philip J./Cooper, Cary L., Work Stress and Coping: Forces of Change and Challenge, in: Management Revue 29 (1/2018), S. 101-103

Kurzvita:

2021               Promotion zum Dr. rer. pol., Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Seit 2021        Mitarbeit im HBS-Projekt „Digitale Arbeit gesundheitsförderlich gestalten“

2020-2021      Mitarbeit im BMBF-VerbundprojektProjekt „PragmatiKK“

Seit 2016        Wissenschaftlichter Mitarbeit am Lehrstuhl für BWL insb. Arbeit, Personal und Organisation an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

2015               Master of Arts im Fach Sozialwissenschafen, Ruhr-Universität Bochum

2012               Bachelor of Science im Fach Public Administration, Universiteit Twente (NL)

E-Mail: Ingo.Klingenberg@hhu.de

 

Prof. Dr. Bernhard Mann, MPH

Dipl.-Sozialwirt, Master of Public Health, Medizinsoziologe

Prof. f. Sozialpädagogik, Management u. Coaching, iba Köln – University of Cooperative Education

Prof. f. Gesundheits- u. Sozialmanagement (ehem.), Bamberg u. Bielefeld

Dozent f. Sozialmedizin, hsg Bochum – University of Applied Science

Senatsmitglied im Berufsverband Deutscher Soziologinnen u. Soziologen e.V.

Sprecher der Fachgruppe Gesundheit

Kontakt: mann@uni-bremen.de; bernhard.mann@ibadual.com

Schwerpunkte: Gesundheitssoziologie, Gesundheits- und Sozialmanagement, Public Health, soziale Gerontologie, Sozialpädagogik, psycho-soziale Versorgungsforschung

Kurzvita:

Seit 2021          Prof. f. Sozialpädagogik, iba Köln – University of Cooperative Education

Seit 2018          Dozent f. Sozialmedizin, hsg Bochum – University of Applied Science

Seit 2017          assoziiert, Institut f. Soziologie, Uni Koblenz-Landau, Campus Koblenz

Seit 2016          Dozent f. wiss. Grundlagen Institut f. Psychotherapie u. Psychoanalyse Rhein-Eifel

Seit 2012          Dozent f. Public Health u.a., FOM Hochschule Essen – University of Applied Science

Seit 1996          Senatsmitglied im Berufsverband Deutscher Soziologinnen u. Soziologen e.V.

2014-2017        Prof. f. Gesundheits- u. Sozialmanagement, FHM Bielefeld – University of Applied Science

2012-2014        Prof. f. Gesundheitsmanagement, HS Bamberg – University of Applied Science

2001-2017        Dozent f. Soziologie, Uni Koblenz-Landau, Campus Koblenz

1999-2011        Dozent f. Medizinsoziologie, Sozialmedizin u. Soziologie, Uni Bonn

1991-1996        Wiss. Mitarbeiter, Post Doc, Soziologie, Uni Konstanz / University of Edinburgh

1992                Master of Public Health (MPH), Medizinische Hochschule Hannover 

1990                Promotion bei Schmitz-Scherzer, Dr. rer. pol., soziale Planung, soziale Gerontologie, Uni Kassel

1978–1986       Wiss. Mitarbeiter, Uni Erlangen-Nürnberg / Diakonisches Werk Bayern / Modellprojekte

1977                Diplom-Sozialwirt, Uni Erlangen-Nürnberg

Aktuelle u. ausgewählte Publikationen

  • The Pedagogical and Political Concepts of Mahatma Gandhi and Paulo Freire. A Comparative Study on Developmental and Strategic Political Education in the Third World. (= International Studies in Political Socialization and Political Education (ISPSPE). Vol. 8). Hamburg 1995, ISBN 3-926952-97-0
  • Aging Handicapped in FRG: Social Aspects of Non-Integration and Integration. In: E. Beregi, I. A. Gergely, K. Rajczi (Hrsg.): Recent advances in aging science. Bologna 1993, ISBN 88-323-0704-9, S. 1851–1854.
  • Alter und Behinderung. In: Deutsches Zentrum für Altersfragen e. V. (Hrsg.): Expertisen zum 1. Altenbericht der Bundesregierung. Band IV: Angebote und Bedarf im Kontext von Hilfe, Behandlung, beruflicher Qualifikation. (= Weiße Reihe). Berlin 1993, ISBN 3-88962-117-1, S. 359–417.
  • Soziologie und Public Health. In: Berufsverband Deutscher Soziologinnen und Soziologen (Hrsg.): Soziologische Beratung. Leske + Budrich, Opladen 1996, S. 271–279.
  • (mit: Bernhard Borgetto und Christian Janßen): Soziologische Theorien in der medizinsoziologischen Versorgungsforschung. In: Christian Janßen, Bernhard Borgetto, Günther Heller (Hrsg.): Medizinsoziologische Versorgungsforschung. Theoretische Ansätze, Methoden, Instrumente und empirische Befunde. (= Gesundheitsforschung). Juventa Verlag, Weinheim/ München 2007, ISBN 978-3-7799-1148-7.
  • Organisationskonflikte und -entwicklung am Beispiel des Betrieblichen Gesundheitsmanagements mit salutogener Führung. In: Johanna Groß (Hrsg.): Soziologie für den Öffentlichen Dienst (I). Zur Relevanz der Sozialwissenschaften in Lehre, Forschung und Praxis. (= Kommunale Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen. Band 17). Hamburg 2017, ISBN 978-3-7869-1068-8, S. 60–76.
  • Alter und Behinderung – Versorgungsforschung im Kontext von Public-Health-Gerontology. In: F. Fred, J. Schmitz-Scherzer (Hg.) Soziale Gerontologie – Theorie und Praxis. In Erinnerung an Reinhard Schmitz-Scherzer. In: F. Karl (Hg.) Soziale Gerontologie Band 5. LIT. Münster 2018, ISBN 978-3-643-14120-0 (br.) ISBN 978-3-643-34120-4 (PDF)
  • Gesundheitssoziologie. Staatslexikon. 8th edition. Freiburg im Breisgau 2018, ISBN 978-3-451-37512-5 (E-Book) ISBN 978-3-451-81512-6
  • Psychische Gefährdungsbeurteilung. In: Johanna Groß (Hrsg.): Soziologie für den Öffentlichen Dienst (II). Konflikte und Gewalt in Öffentlichen Organisationen. (= Kom- munale Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen. Band 26). Hamburg 2019, ISBN 978-3-7869-1162-3, S. 242–265.
  • Development of Public Health in Germany and Japan. A Chance for Strengthening Democracy? In: Carmen Schmidt, Ralf Kleinfeld (Hrsg.) The Crisis of Democracy? Chances, Risks and Challenges in Japan (Asia) and Germany (Europe). Cambridge Scholars Publishing 2020, ISBN 978-1-5275-4108-5, S. 443–459.
  • Gesprächskompetenz als Führungsaufgabe: Grundlagen lösungsorientierter Beratung – Wegmarken gelingender Kommunikation. In: Johanna Groß (Hrsg.): Soziologie für den Öffentlichen Dienst (III). Zur Relevanz der Sozialwissenschaften in Lehre, Forschung und Praxis. (= Kommunale Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen. Band 32). Hamburg 2020, ISBN 978-3-7869-1238-5, S. 103–109.
  • Exoskelette im Focus der Soziologie – soziale Innovationen in der Arbeitswelt. Prävention und Rehabilitation. socialnet. Bonn. Nov. 2020[56]

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