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Die Digitalisierung des Politischen (online) DAS PROGRAMM

30. April

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Die Digitalisierung des Politischen

Tagung am 30.04.2021 (online)

Während die technische Entwicklung in Bezug auf Informationsverarbeitung und Informations­verbreitung mit rasanten Schritten vorangeht, kann Gesellschaft und Wissenschaft die faktische Bedeutung der Entwicklung kaum noch hinreichend erfassen.

Ohne eine grundlegende Reflexion der technischen Rahmensetzung von Politik und Gesellschaft wird es aber nicht möglich sein, grundlegende normative Muster von Demokratie und Staatlichkeit vor einem lediglich durch die Technik bedingten Wandel zu schützen. Vielmehr scheint es aktuell, dass sich politische Institutionen dem technischen Wandel gleichsam aus der Notwendigkeit heraus anpassen und damit durch Faktizität eine normative Geltung erlangen.  Die digitale Transformation würde damit zwangsläufig in eine gesellschaftliche Transformation münden.

Kann die Demokratie auf diese Weise das Internet überleben? (Persily 2017)? Oder wird sie nicht vielmehr zum Spielball von virulenter Propaganda (Wolley et. al 2018)? Kann vor diesem Hintergrund ein politischer Diskurs noch legitime Antworten auf politische Fragen generieren (Bruns / Highfield 2018) oder wird die emotionale Verweigerung rationaler Begründung zum Erfolgsfaktor für politische Durchsetzung (Wahl-Jorgensen 2018)? Kann die technische Entwicklung nicht auch als eine Öffnung politischer Räume und eine Demokratisierung des Diskurses verstanden werden (Tapscott / Tapscott 2016) oder handelt es sich bei dieser Idee lediglich um einen Mythos unter technikbegeisterten (Hindman 2010)? Letztlich kreisen alle diese Problembereiche um die Frage, welche Konsequenzen die Digitalisierung für Politik hat (Farrell 2012) und wie man sowohl gesellschaftlich als auch technisch damit umgeht.

Programm:

9:00 Begrüßung

 9:15 Ewiger Frieden oder unvermeidliches Zerwürfnis. Von der Notwenigkeit neuer Partizipationsformen im Zeitalter der Digitalisierung des Politischen.

Carsten Stark, BDS e.V.

 10:00 Politische Disruption: Wie KI und maschinelles Lernen die gesellschaftspolitischen

Bedingungen und die staatliche Entscheidungsfindung verändern.

Andreas Wagener, Hochschule Hof

 10:45 Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten von Social Media

Jan-Hinrik Schmidt, Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut

11:30 Digitaler Staat – Zielprojektion oder Risiko? Erkenntnisse aus Estland

Florian Hartleb, Hanse Advice Tallinn/Estland

12:15 Online-Partizipation in Planungsprozessen. Warum die Digitalisierung dem Grundbaustein der Demokratie bisher nicht zum Besseren verhelfen konnte.

Nicole Raddatz, Universität Kassel

Mittagspause

14:00 Dahls Enlightened Understanding im Spiegel der Digitalisierung

Jasmin Fitzpatrick, Universität Mainz / Gefion Thuermer, King’s College London

14:45 „Ich glaube was, was du nicht siehst!“ Über die Fragmentierungsproblematik der Öffentlichkeit und ihre Folgen für Prozesse der (politischen) Meinungsbildung.

Kevin W. Settles

 15:30 Strukturkonservative Algorithmen und das Politische.

Jan Tobias Fuhrmann, Universität Oldenburg

16:15 Abschluss der Veranstaltung

 

Die Tagung findet digital statt. Eingeladen sind alle am Thema Interessierten. Es ist jedoch eine förmliche Anmeldung an anmeldung@soziologie-deutschland.net erforderlich. Der Zoom-Zugang wird dann einen Tag vor Veranstaltung per E-Mail verschickt.

Programm-Digitalisierung des Politischen

 

 

 

Details

Datum:
30. April
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