Soziologie Heute Ausgabe Februar 2021

Werte Leserin, werter Leser der Soziologie heute,
  
die Redaktion hat mit Beginn dieses Jahres eine weitere Initiative für die Soziologie gestartet: Ab sofort erscheinen in der neuen Buchreihe „Edition soziologie heute“ Publikationen zu aktuellen Themen und bedeutsamen Fragestellungen, welche das Interesse an einer Auseinandersetzung wecken sollen und gleichzeitig kompakt, nachvollziehbar und verständlich dargestellt werden. Hermann Strasser macht den Beginn und zeigt in seinem Kurzbeitrag zum jüngst erschienenen Buch auf, wie Blicke, Worte und Gesten Gesellschaft machen. Denn Kommunikation gilt als systemrelevante Eigenschaft der Gesellschaft.
Klaus Zapotoczky konstatiert eine immer kunstloser werdenden Gesellschaft und nimmt ein Kunstwerk des verstorbenen österreichischen Künstlers Sigi Strasser zum Anlass, um sich einerseits den Wechselbeziehungen zwischen Kunst und Gesellschaft und andererseits der Bedeutung von Kunst(soziologie) zu widmen. Dass die verschiedenen Kunstgattungen wie bildende und darstellende Kunst, Literatur und Musik die Welt positiv zu beeinflussen versuchen, ist vielen durch das Musizieren und Singen seit der Corona-Zeit bekannt. Constantin Schulte Strathaus nimmt in seinem Beitrag Bezug auf mögliche Intentionen und Effekte von Musikprojekten in Krisenregionen.
Im ersten Teil der dreiteiligen Artikelserie zu Werten, Emotionen und Normen geht Andreas Bleeck der Frage nach, ob es Urtugenden gibt und gewährt dabei historische Einblicke von der Antike (Plato) bis zur Gegenwart (Elias, Parsons). Tugendhaft bzw. sittlich wertvoll in der Wissenschaft zu handeln, ist angesichts eines aktuellen Plagiatsfall für Claudia Pass von zentraler Bedeutung. Guido Tolksdorf macht anlässlich der Corona-Krise in seinem Beitrag deutlich, dass es keine wissenschaftlich unerschütterlichen Wahrheiten gibt und dass Auffassungen wider dem Mainstream wenig willkommen,aber notwendig sind. Bernhard Martin argumentiert in seiner Glosse, dass es fatal wäre, den notwendigen Diskurs über
Ursachen, Wirkungen und Methoden in Wissenschaftsbereich gänzlich zu marginalisieren. Christoph Augner wiederum thematisiert, wie verantwortliches Handeln und Eigenverantwortung zueinander und zur Welt in Beziehung stehen.
Alfred Rammer stellt das „akademische Wunderkind“, den Philosophen Vittorio Hösle vor, welcher die wichtige Rolle des objektiv-idealistischen Grundgedankens betont. Im Rahmen der Klassiker widmet sich Claudia Pass der Kulturanthropologin
Margret Mead, welche durch ihre Studien bei südpazifischen Kulturen als Wegbereiterin der sexuellen Revolution gilt. Neben weiteren Kurzbeiträgen aus der Forschung zu Co-Parenting, Gesundheitsinformationen und Social Dating im
Lockdown gibt es wieder ein soziologie heute-Kreuzworträtsel.

Die Redaktion der Soziologie heute wünscht Ihnen anregende Lesestunden, viel Gesundheit und Zuversicht!

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